8 Dinge wie du deinen Alltag achtsamer gestalten kannst

Jeder kennt es, den stressigen Alltag voller Arbeit, Terminen und Verabredungen. Man hetzt von Ort zu Ort und ist nie wirklich bei der Sache, die man gerade im Moment tut, sondern immer schon einen Schritt voraus. Man nimmt sich nicht die Zeit, innezuhalten und die Gedanken zu sammeln, sondern man denkt schon darüber nach, was man als nächstes, bzw. heute noch alles tun "muss". Die Aufgaben scheinen sich wie ein unbezwingbarer Berg aufzutürmen und nehmen kein Ende. Stress, Unzufriedenheit und Frustration sind oftmals eine Auswirkung davon. Ich möchte euch hier 8 Grundsätze aufzeigen, wie  ihr euren Alltag achtsamer und somit auch entspannter, positiver gestalten könnt:

1. Bewusst den Tag beginnen

Versuche früher aufzustehen, so dass du nicht hetzen musst. Nehme dir morgens ein bisschen Zeit für dich. Setzte dich im Bett auf oder wo immer du gerne sitzen möchtest und meditiere 10 Minuten (konzentriere dich auf deinen Atem, spüre deinen Körper, wie er die Matratze berührt). 

Wenn du Lust hast, beginne den Tag mit einem kurzen Mantra zb. : "Wundervolle 24 Stunden liegen vor mir".

2. Bei der Sache bleiben

Versuche mit den Gedanken immer bei dem zu bleiben, was du gerade in diesem Moment tust.

"Wenn ich Zähne putze, dann putze ich Zähne"

"Wenn ich esse, dann esse ich"

"Wenn ich ein Thema bearbeite, dann bearbeite ich jetzt dieses Thema"

"Wenn ich Auto fahre ,dann fahre ich Auto"

Achtsames handeln in jeder Situation ermöglicht dir, dem Gedankenstrom zu entkommen und im Hier und Jetzt zu bleiben. Du bleibst entspannter und entgehst dem Stress.

3. Innehalten - Selbstreflektion

Besonders in angespannten Momenten oder in Momenten in denen es dir nicht gut geht, du dich vielleicht ärgerst oder traurig bist, versuche innezuhalten und dir deiner aktuellen Gefühle bewusst zu werden. Frage dich: 

"Wie fühle ich mich gerade?"

"Was oder wer hat dieses Gefühl in mir ausgelöst?"

"Was stellt dieses Gefühl mit mir an?"

"Was wäre, wenn ich dieses Gefühl jetzt einfach in ein positives verwandeln könnte?"

Wer sich seiner Gefühle und dessen Auslöser bewusst ist, ist auch in der Lage, sie zu ändern, sie umzuwandeln in etwas Positives.

4. Körper als Achtsamkeitsort benutzen

Unser Körper ist ein hervorragender Partner um Achtsamkeit zu vertiefen, denn er hat nur einen Ort, nämlich HIER und nur eine Zeit, nämlich JETZT. Um im Hier und Jetzt, in diesem Moment anzukommen, brauchen wir also nur unsere Aufmerksamkeit in unserem Körper verankern. Dieses Verankern erfolgt durch ganz simple Dinge. Spüre im Laufe des Tages immer wieder in deinen Körper hinein, fühlt er sich warm oder kalt, wohl oder unwohl an. Am einfachsten ist dieses Spüren, nach dem Essen, wenn die Verdauung einsetzt. Oder versuche das Gefühl zu verfolgen, wenn du etwas trinkst und das kalte Wasser in deinem Körper hinabfließt. So kommst du immer wieder zurück zu dir und lässt dich nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

5. Rückkehr zur atmung

Was du morgens beim meditieren praktiziert hast, versuche im wachen Zustand in deinen Alltag einfließen zu lassen. Konzentriere dich immer wieder auf deine Atmung. Während du vor dem Computer sitzt und arbeitest, spüre wie sich deine Bauchdecke und dein Brustkorb hebt und senkt. Wenn du aktiv einer Aufgabe nachgehst, spüre wie sich deine Bauchdecke und dein Brustkorb hebt und senkt. Besonders beim Sport ist diese Aufgabe sehr gut zu erfüllen.

6. Achtsames Warten

Das Warten ist die wohl simpelste Achtsamkeitsübung. Wir warten häufig in allen möglichen Situationen im Leben: an der roten Ampel, an der Supermarktkasse, im Stau, im Wartezimmer, im Restaurant, in der Abflughalle usw. Benutze die Ungeduld und den dadurch aufsteigenden Stress als Ausgangspunkt um Gelassenheit durch deine Atmung zu kultivieren. Und aus dem Warten ein angenehmes Ausruhen werden zu lassen.

7. Achtsam gehen

Oft gehen wir einfach vor uns hin, den Kopf voller schwirrender Gedanken, den Blick nach unten gerichtet oder schweifend durch die Gegend, manchmal aufs Handy schauend und währenddessen noch eine Nachricht verfassend. Man geht orientierungslos, stolpert oder stößt manchmal auch mit anderen Menschen zusammen. Auf dem Punkt gebracht: man ist nicht bei der Sache. Versuche während des Gehens mit deinem Atem verbunden zu bleiben. Du musst dadurch nicht langsamer gehen, sondern so wie es sich für dich am besten anfühlt.

8. Dankbarkeitsritual

Dankbarkeit gilt als hilfreiches Gegenmittel für schwierige Gefühle wie Angst, Ärger, Trauer, Sorge oder Scham. Solange wir versuchen Dankbar zu sein, für all das, was uns das Leben schenkt, fällt es schwer, schwierige Gefühle aufrechtzuerhalten, denn es ist nicht möglich zur gleichen Zeit wütend und glücklich zu sein. Frage dich selbst im Laufe des Tages immer wieder: "Wofür bin ich heute dankbar?"

Sollte dir wirklich nichts dazu einfallen, versuche simple Dinge hervorzurufen, wie zum Beispiel: dass du jeden Tag ein Dach über dem Kopf hast und dir Essen und Trinken immer zur Verfügung stehen. Dass du Menschen in deinem Leben hast, die dich lieben.

Ein schönes Ritual ist es, abends kurz vor dem Einschlafen 3 Dinge aufzuschreiben oder aufzuzählen, für die du heute dankbar warst.

Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren und euch einen Einblick in die Welt der Achtsamkeit geben. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass diese Praktiken mir immer wieder helfen eine positive Einstellung und innere Ruhe zu kultivieren, so dass ich sie nicht mehr missen möchte. Probiert es aus und berichtet mir gerne von euren Erfahrungen.

 

Eure

KLARA ROSE

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